Bürgerticket

Was ist gut am Bürgerticket?

In den ersten drei Beiträgen zum Bürgerticket haben wir uns mit dem schamhaft versteckten Zwangscharakter des Tickets beschäftigt sowie damit, daß der Vorschlag der WSW AG gerade recht kommt; wir haben einen Blick auf die Einnahmenseite geworfen und festgestellt, daß 7,5 Millionen Euro an Kosten im Konzept einfach vergessen wurden. Hier nun wollen wir uns mit den Zielen des Konzepts befassen. Dazu verwenden wir Aussagen des Konzepts und stellen dem einen Kommentar gegenüber.

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Bürgerticket – die Einnahmen

1. Gesamteinnahmen

Der Entwurf zum Bürgerticket geht von einem Bedarf für den ÖPNV von ca. 145 Millionen Euro aus. Das ist der bisherige Stand der Kosten bei dem jetzigen Modell.

Diese Kosten müssen nun auf die Einwohner verteilt werden. Die Befürworter wissen selbst, daß dies nicht unproblematisch ist: “Da zum einen viele benötigte Daten für eine seriöse Berechnung der Einnahmen durch das Geschäftsgeheimnis der WSW verborgen bleiben und zum anderen Daten nicht in der benötigten Form vorliegen, soll mit einer Schätzung das Einnahme-Potential abgebildet werden. Zu den Daten, die nicht vorliegen, gehören zum Beispiel die Zahl der Einwohner*innen, deren Wohnsitz außerhalb des Erschließungsgebietes läge. Daher werden zunächst alle Einwohner*innen mit einbezogen.” Bis auf den Genderstern soweit, so gut.

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Bürgerticket als Goldesel

Einen Gutteil des Charmes, den der Vorschlag eines Wuppertaler Bürgertickets verströmt, kommt auch daher, daß es eine solche Einrichtung in anderen Großstädten noch nie gab. Absolutes Neuland also im Tal. Aber warum ausgerechnet in Wuppertal? Und warum ausgerechnet jetzt?

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“Bürgerticket” – eine sprachliche Mogelpackung

Ein interessanter Vorschlag im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist letzte Woche vorgestellt worden: ein sogenanntes „Bürgerticket“. Mal abgesehen davon, daß es schon immer fraglich war, was denn ein „Ticket “ vom heimisch-sprachlichen “Fahrschein” unterscheidet und warum dieser einheimische Begriff ums Verrecken nicht mehr verwendet wird, ist der Vorschlag viel zu bedeutend, um nicht auch an dieser Stelle gewürdigt zu werden. Weiterlesen

Schnapp-Schuss
Eine geheime Studie des Berliner Senats hat ergeben, daß Berlins Drittklässler nicht schreiben können (Link). Dafür lernen Berlins Erstklässler aber jetzt Türkisch - als Ausgleich, vermutlich... (Link).
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