Divide et impera

Stellen Sie sich vor, Sie kommen mit Fieber zum Arzt. Der untersucht Sie, verschreibt Ihnen ein fiebersteigerndes Medikament, und empfiehlt: “Vergessen Sie das Fieberthermometer, das führt Sie nur in die Irre. Vertrauen Sie mir: Bald geht es Ihnen viel besser, und außerdem entlasten Sie auf diese Art Krankenkasse und Rentenversicherung, und zeigen so Ihre Solidarität!”

Oder stellen Sie sich vor, Ihr Auto verliert Öl, die Kontrolleuchte geht an, und Sie schaffen es gerade noch ohne veritablen Motorschaden in die Werkstatt. Dort nimmt sich der freundliche Mechaniker Ihres Problems an, indem er die Glühbirne aus der Ölkontrolleuchte entfernt und Ihnen erklärt, alles sei nun gut: Ein defektes Fahrzeug sei viel besser für die Umwelt, da es keine Abgase mehr produziere, und zudem würde so ja auch der Verkauf von technisch viel weiter entwickelten, ökologisch verträglicheren Autos gefördert. Solidarität sei halt gefragt.

In beiden Fällen würden Sie zu Recht annehmen, die betreffende Person sei bestenfalls verrückt, im schlechteren Falle kriminell oder schlimmstenfalls gar beides. Und Ihre Reaktion wäre sonnenklar: Sie würden Ihr Möglichstes unternehmen, damit diese Person keinen weiteren Schaden mehr anrichten kann.

Erstaunlicherweise fällt es jedoch Vielen nicht auf, dass unsere Politik auffallend oft nach dem gleichen Muster agiert: Sie verkauft den Bürgern immer wieder genau das als alternativlos richtige Maßnahme, was unserem Land, der Gesellschaft und den Bürgern den größten Schaden zufügt. Ein paar Beispiele gefällig? Aber gern:

Nehmen wir die Eurorettung: Die Deutschen zahlen unter Bruch diverser Verträge Unsummen von ihren hart erarbeiteten Steuergeldern für die Rettung von Pleitestaaten und -Banken, ohne jemals dazu gefragt worden zu sein. Begründet wird dies immer wieder mit der europäischen Solidarität. Und damit nicht genug: Inzwischen zahlen wir nicht nur mit unseren Steuermilliarden sondern auch ganz konkret mit unseren Ersparnissen, und damit mit unserer Altersversorgung, für diesen moralischen Imperativ, denn diese werden immer weniger wert.

Oder nehmen wir das sogenannte Gender Mainstreaming, bei dem unter dem Deckmantel einer Fülle hochtrabender und moralisierender Begriffe wie z.B. Toleranz, Gleichberechtigung etc. über unsere Kinder als Angriffsziel die faktische Zerstörung der Gesellschaft gezielt vorangetrieben wird. Bereits 1970 schrieb der Erziehungswissenschaftler Hans-Jochen Gamm: „Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen und den Autoritätsgehorsam einschließlich der Kinderliebe zu den Eltern zu beseitigen.“ Er bezog sich auf Freud: „Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig. Die Zerstörung der Scham bewirkt die Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit der Mitmenschen.“ Begründet werden diese Bestrebungen – wie bereits erwähnt – natürlich mit edlen, moralischen Motiven.

Ein weiteres Beispiel ist das aktuelle Problem der unkontrollierten, illegalen Massenzuwanderung, auch Merkel-Migration genannt, deren verheerende Auswirkungen soeben in Brüssel einen neuen Höhepunkt erreicht haben. Ungeachtet der Tatsache, dass nur ein geringer Teil dieser Migranten echte Flüchtlinge sind und unter bewusster Ignoranz des Faktums, dass so auch dem Terrorismus freier Zutritt gewährt wird, halten unsere politisch Verantwortlichen an den offenen Grenzen für jedermann fest. Selbstverständlich wird auch in diesem Falle – man ahnt es schon – wieder einmal die Moral bemüht: Wir müssen Solidarität mit den Verfolgten dieser Welt zeigen, Hilfe leisten, Menschlichkeit zeigen. Ausgeblendet werden dabei bewusst die unmoralischen Folgen dieser angeblich guten Taten: Die zunehmende Destabilisierung unserer Gesellschaft und der Verrat an unseren über Jahrhunderte erkämpften Werten durch die Massenzuwanderung von Menschen mit oftmals inkompatiblen Wertvorstellungen und Verhaltensnormen. Leidtragende sind außerdem, neben der indigenen Bevölkerung, auch die gut integrierten ausländischen Mitbürger, die plötzlich feststellen müssen, dass Freiheit, Toleranz und Werte unserer Gesellschaft, wegen denen viele von ihnen einst zu uns gekommen sind, zunehmend in genau die Zustände mutieren, derentwegen viele von ihnen vormals ihre Heimat verlassen haben. Und damit nicht genug: Es besteht durchaus die Gefahr, dass sich in der von dieser planmässigen Massenmigrationspolitik zunehmend – und offenbar gewollt – überforderten Bevölkerung ein genereller Missmut gegen Ausländer breit macht, welchen zwangsläufig auch die spüren werden, die bereits lange und gut integriert unter uns leben. All diese absehbaren und durchaus bekannten dramatischen Folgen werden seitens der politisch Verantwortlichen zumindest billigend in Kauf genommen – und, wie immer, mit einem höheren moralischen Ziel gerechtfertigt.

Als letztes Beispiel sei der Umgang der Verantwortlichen mit den Kritikern ihrer Politik genannt: Deren berechtigte Argumente, Warnungen und Kritik werden nicht etwa ernst genommen, diskutiert und abgewogen. Nein: Kritik und darauf basierende Alternativvorschläge werden einfach als Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Rechtsradikalismus etc. diffamiert. Der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Norbert Bolz bringt es auf den Punkt: “Bei der Politischen Korrektheit geht es nicht darum, eine abweichende Meinung als falsch zu erweisen, sondernden den abweichend Meinenden als unmoralisch zu verurteilen. Man kritisiert abweichende Meinungen nicht mehr, sondern hasst sie einfach. Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht.” Um dem ganzen die Krone aufzusetzen werden die Fördergelder zum “Kampf gegen Rechts” aktuell noch erheblich erhöht. Im Namen der Moral, versteht sich.

All diese Maßnahmen, die in der Konsequenz unserem Staat und unserer Gesellschaft unermesslichen Schaden zufügen, werden übertüncht durch eine moralische Spachtelmasse, durch die der Blick auf die tatsächlichen Folgen vernebelt wird: Man kann sich des Eindruckes kaum erwehren, dass, parallel auf verschiedenen Ebenen, eine ganz gezielte Spaltung unserer Gesellschaft vorangetrieben wird, die gleichzeitig einher geht mit einer ebenso gezielten Destabilisierung. Divide et impera – das wussten schon die alten Römer. Wir erleben eine Politik, die offenbar ganz andere Ziele verfolgt als das Wohl der ihr anvertrauten Bürger. Eine Politik, die so sicher nicht demokratisch legitimiert ist, und daher um so mehr die Maske der Moral benötigt. Das edle, oft und gern propagierte Ziel: Eine moderne, offene Gesellschaft, möglichst noch als europäischer Einheitsstaat? Auf dem Weg dorthin scheint jedenfalls jedes Mittel recht – und wenn dafür auch Bomben explodieren…

Apropos offene Gesellschaft… Irgendwie klingt das wie “Open Society”… Und warum fällt einem da ganz spontan der Name George Soros ein? Merkwürdig…

Schnapp-Schuss
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