Die systematische Zerstörung der privaten Altersversorgung

Es ist ein immer wieder gern von unseren Politikern wiederholtes Mantra, dass ein jeder angesichts der demografischen Entwicklung und unseres an seine Grenzen stoßenden staatlichen Rentensystems, dessen maroder Zustand geflissentlich unerwähnt bleibt, zusätzlich private Altersvorsorge betreiben sollte. Was zweifellos sinnvoll ist, da die staatliche Rente immer weniger einen finanziell entspannten Lebensabend sichert, wurde und wird freilich von eben diesen Politikern systematisch hintertrieben.

Es begann damit, dass die Steuerfreiheit für die am weitesten verbreitete private Altersvorsorge der Deutschen, die Kapitallebensversicherung, abgeschafft wurde. Zur Erinnerung: das geschah durch die rot-grün geführte Bundesregierung unter Schröder. Während die Hartz-IV-Reform bis heute ein Thema ist, wenn es um die „soziale Gerechtigkeit“ geht, ging dieser Schlag gegen die private, selbstverantwortliche Altersvorsorge weitgehend unbeachtet und protestlos vonstatten, obwohl es ja gerade die kleinen Leute am meisten betrifft.

Der zweite, noch heftigere Schlag gegen die Altersversorgung dürfte inzwischen jedem Bürger klar geworden sein: er wurde bewirkt durch das parteiübergreifende, europaweite Gemeinschaftswerk aller Politiker, der Einführung des Euro und seiner desaströsen Folgen, die die heutige Nullzins- bzw. Negativzinspolitik „alternativlos“ macht, weil man hofft, wenigstens noch zu eigenen Lebzeiten den unaufhaltsamen Untergang dieses Gemeinschaftsmachwerks hinauszögern zu können.

Galt vor 30 Jahren noch die Daumenregel, dass sich angelegtes Kapital nach ca. 20 Jahren verdoppelt, so muss man heute schon froh sein, wenn man sein hart gespartes Kapital vollständig zurück erhält. Und als ob das alles noch nicht genügt basteln die unermüdlichen Retter des Euro an einer weiteren Zerstörung der privaten Altersversorgung, worüber man freilich allenfalls im Wirtschaftsteil der Zeitungen etwas lesen kann. Da unsere Politiker natürlich wissen, dass der deutsche Bürger, der in unserem Bildungssystem wenig oder gar nichts Brauchbares über die seinen Wohlstand sichernde Wirtschaft und Finanzen gelernt hat, sein Geld neben Sparbuch und Kapitallebensversicherung vorsichtshalber auch gern einem Fondsmanagement anvertraut, soll nun auch dort zusätzlich neben der Abgeltungssteuer Erspartes abgegriffen werden: Zunächst schafft man die hochheilig versprochene Steuerbefreiung für vor der Abgeltungssteuer gekaufte Fondsanteile 2018 ab.

Da dies jedoch den Fiskalkleptokraten nicht reicht hat die GroKo beschlossen, nun auch Gewinne, die der Sparer gar nicht macht, weil sie auf Fondsebene thesauriert (wieder angelegt) werden, zu besteuern – was die erhoffte ruhestandssichernde Rendite zusätzlich dezimiert. Und noch eine Umdrehung weiter, absurder und einmalig: es sollen künftig auch Fonds besteuert werden, die gar keine Gewinne machen! Also beste Voraussetzungen, dass selbst der Kapitalerhalt zu einem Glücksspiel wird. Da klingt die Behauptung, man wolle keine Steuerhöhungen von Seiten der CDU, wie ein Hohn und lässt nichts Gutes für die Ersparnisse der hart arbeitenden Bürger ahnen, wenn wie immer der vorhersehbare Ruf nach neuen Steuern von Links erschallt. Wie wär´s da mal zur Abwechslung für den hart sparenden Bürger, der die Früchte von Arbeit und Verzicht wenigstens im Alter ernten möchte, mit einer verbindlichen Steuer-und Abgabengrenze (siehe AfD-Programm: Gerechte Steuern)?

Eine weitere Gefahr droht „nebenbei“ von der geplanten Bankenunion, die dazu führt, dass die Sparguthaben der Deutschen für die Risiken ausländischer Banken in Haftung genommen werden, was, man erinnere sich an Zypern, angesichts der maßlosen Schuldenorgie in Europa durchaus jederzeit jeden treffen kann (siehe AfD-Programm: Nein zur Bankenunion).

Und als ob das alles noch nicht reichen würde, drohen der bereits am Boden liegenden privaten Altersversorgung weitere Schläge: zum einen die von der EZB bewusst vorangetriebene Inflationierung, die inzwischen schon gar nicht mehr so heimlich bei einer Zielmarke von 4% angesiedelt wird. Dies bedeutet beispielsweise, dass 20.000 gesparte Euro innerhalb von 10 Jahren noch gerade 12.000 Euro wert sind! Wie der renommierte Professor Sinn es bezüglich der einstmaligen Stabilitätspolitik der Deutschen Bundesbank formuliert: „Mit der ist es lange vorbei. Jetzt herrscht italienische Geldpolitik.“

Hinzu kommt, gewissermaßen als Sahnehäubchen, oder besser als Tiefpunkt neosozialistischer Enteignungsphantasien, die schleichende Abschaffung des Bargelds, die eine automatische Enteignung der Bürger einplant, die dann nämlich gar keine Ausweichmöglichkeiten mehr haben (Link) (siehe AfD-Programm: Bargeldnutzung uneingeschränkt erhalten).

Da kann man nur dem Rat des Professors Sinn folgen, der auf die Frage, was man den deutschen Sparern empfehlen kann, antwortete: „Werden sie politisch aktiv, um der Enteignung ein Ende zu machen!“ (Link).

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