Die Medien und die Flüchtlinge

Medial kommt man in den heutigen Tagen um das Thema “Flüchtlinge” nicht mehr herum.

Es beherrscht die Nachrichten, die politischen Talkshows, oft genug auch die persönlichen Gespräche und nicht zuletzt – die Alternative für Deutschland.

Gemäß UNHCR sind weltweit ca. 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Dabei sind damit lediglich Flüchtlinge, die das Kriterium dieses Wortes wirklich erfüllen, also solche, die somit theoretisch Anrecht auf Asyl in Deutschland hätten, gemeint.

Bei den nach Europa und insbesondere nach Deutschland kommenden Migranten vermischen sich einzelne Schicksale aber in eine nur schwer durchsichtige Masse, in der die wirklichen Flüchtlinge sich um die begrenzten Asylressourcen mit Menschen, deren einziger Beweggrund die Suche nach einem einfacheren Weg zum Wohlstand ist, einen Wettbewerb liefern müssen.

Für Bürger Deutschlands wären die Medien der beste, für die meisten sogar der einzige Weg, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen und eine Meinung, die auch unser politisches und soziales Verhalten beeinflusst, zu bilden; in Wirklichkeit bekommt der bekannte Werbeslogan „Bild dir deine Meinung“ aber leider immer mehr einen äußerst unangenehmen Beigeschmack.

Von handverlesenen Passanten, für morgendliche Sendungen interviewt, bis hin zu Vorzeigespielern der Nationalmannschaft – medial betrachtet scheint der Tenor auf den ersten Blick ganz eindeutig zu sein. Diesen Tenor könnte man mit den Worten der Herren Gauck und Gabriel wohl am besten festhalten: Jeder, der Kritik äußert, gehört zu und ins Dunkeldeutschland. Und dort ist nur Pack.

Dieser Stempel wird nicht nur innerhalb Deutschlands aufgedrückt. Länder der EU, die es wagen öffentliche Kritik an bestimmten Vorgängen zu äußern, so z.B. Ungarn oder Polen, werden öffentlich angeprangert und bereits mit unter vorgehaltener Hand ausgesprochenen Drohungen von finanziellen Konsequenzen konfrontiert. In einer solchen Situation fällt es einem unbedarften Leser natürlich umso schwerer, sich eine eigene Meinung, die auf Fakten statt auf Meinung anderer gründet, zu bilden.

Es scheint also, dass dieses Thema zwar durchaus die Komplexität besitzt die Europäische Union zu entzweien, jedoch politisch und medial gezielt und unter Einsatz aller Mittel nach dem bewährten Schwarz/Weiß-Prinzip angegangen wird.

Wie soll man sich also in so einer Zeit positionieren? Der einfachste Weg wäre vermutlich, wegzuschauen. Solange keine NPD-Demos unter unseren Fenstern stattfinden oder aus dem Boden gestampfte Flüchtlingsunterkünfte in direkter Nachbarschaft auftauchen, lässt sich die Thematik zumindest bei ausgeschaltetem Fernseher ja durchaus ausblenden. Man könnte alternativ auch einfach ganz bequem der Politik der Altparteien mitjubeln. Da käme doch sogleich dieses Gefühl der Geborgenheit in einer Masse anderer jubelnder, gleichgesinnter und alle Probleme freundlich abwedelnder Menschen. Jegliche Meinung im Rahmen dieser Gleichgesinnung wäre von vielen Seiten abgesichert und unterstützt. Bei besonderer Hingabe dürfte man womöglich sogar etwas Jubel für sich selbst erwarten.

Nicht unwichtig – bei beiden Optionen braucht man sich keine wirklich eigenen Gedanken zum Thema selbst zu machen. Alles ist bereits für einen gedacht, gesagt, geplant und größtenteils auch getan worden.

Trotzdem komme ich persönlich nicht umher den dritten, schon fast klischeehaft dornigen Weg zu bevorzugen. Den Weg der Fakten, der genauen Analyse des Problems und der wirksamen, weil nachhaltigen Lösungen. Da die Politik generell aber kein Einzelspiel ist und kein Solokonzert sein kann, braucht man dafür Mitdenker und Mitmacher, eine Partei. Allerdings eine solche Partei, die versteht, dass bevor man die richtigen Antworten bekommen kann, man zunächst sich trauen muss die richtigen Fragen zu stellen. Eine Partei, die versteht, dass eine nachhaltige Lösung des Flüchtlingsproblems es nicht in Deutschland oder der EU, sondern nur in den Herkunftsländern vor Ort geben kann. Eine Partei, die versteht, dass Fortschritt als Selbstzweck zwar gut an sich, trotzdem einen Schritt vor dem Abgrund schlecht ist.

Aktuell ist die AfD die einzige Partei, die diese Kriterien wirklich und nicht nur den Worten nach erfüllt. Sie ist keine Partei der unbedarften Traditionswähler, sondern genau solcher Denker und Macher, die seinerzeit den jetzigen Altparteien ihre Bedeutung überhaupt erst verliehen haben. Und nicht zuletzt eine Partei, die den Bürger nicht nur während des Wahlkampfes kennt.

Ich hoffe (demnächst) auch Ihre Partei.

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